„Warum es wichtig ist eine Oma und einen Opa zu haben“

19. Juni 2019
/
Von Hannah Steinlechner
Warum es so wichtig ist, dass ein Kind Oma und Opa hat. Enkelkinder und ihre Großeltern haben eine ander Beziehung als Eltern zu ihren Kindern.

Als Enkel braucht man Großeltern, weil Oma und Opa einfach anders mit einem umgehen als die eigenen Eltern. Wenn man bei ihnen ist haben sie viel Zeit, Geduld und Muse. Das tat uns als Enkelkinder gut. Durch die Bindung zu meinen Großeltern habe ich gelernt, dass es neben meinen Eltern noch andere Menschen gibt, die mich lieben und denen ich vertrauen kann.

Vor fast 4 Jahren starb die Liebe meines Lebens, mein Opa.

 

Der Tod gehört wie das Leben dazu. Es ist nie leicht einen Menschen zu verlieren. Wenn man eine enge Bindung hat spielt das Alter keine besonders große Rolle.
Mein Opa war mein zweiter Papa. Seinem Blick konnte man kein Kartenspiel, keine Bitte doch noch ein wenig hier zu bleiben, abschlagen. Ein Streicheln über die Wange, ein Streicheln über die Seele. Mein Idol. Warmherzig, liebevoll und ein fantastischer Geschichtenerzähler.
Ich saß ab und zu in seinem Sessel und dachte seine Hände zu spüren. Sein Lachen zu hören, seine warme Hand auf meinem Kopf zu fühlen.

Oma und Opa haben nicht nur Zeit zum Spielen, sondern kennen auch viele alte Geschichten und Lieder.

 

In Zeiten des Internets haben wir oft das Gefühl uns nichts mehr merken zu müssen, da wir eigentlich innerhalb von Sekunden alles nachlesen können. Wir beginnen zu vergessen. Als mein geliebter Opa starb, starben auch viele Erzählungen mit ihm. Viele Geschichten die er mir damals erzählt hat, habe ich vergessen. Leider wurden sie nie geschrieben.

Darum brauchen Enkel ihre Omas und Opas

 

Oma und Opa haben viel Lebenserfahrung und kennen viele alte Rezepte, altes Handwerk und Geschichten.
Wir saßen oft zusammen im Garten, um uns herum ein Meer aus Gänseblümchen. Am liebsten machten wir es uns unter seinem geliebten Apfelbaum bequem. Seine Stimme in meinem Ohr, wie ein leichtes Plätschern von einem Bergbach.

Erinnerungen prägen unsere Kindheit. Darum sind Oma und Opa so wichtig.

Der Apfelbaum unter dem wir zusammen immer saßen.

Während er mir seine Geschichten von damals erzählt steigt mir ein angenehm süßlicher Duft in die Nase.
Meine Oma kocht. Ich höre sie aus der Küche singen. Ein Gefühl von Geborgenheit macht sich in meinem Körper breit. Opa schaut mich, mit seinen unfassbar warmherzigen Augen an und sagt“: Spatzerle, du musst wissen deine Oma ist eine fantastische Köchin.“
Auch meinen Großeltern tat es gut, dass wir bei ihnen waren, denn wir zeigten ihnen, dass sie gebraucht und geliebt werden. Und sie konnten das Babyglück ein zweites Mal erleben. Nach vielen Jahren kehrte das vertraute Kinderlachen zurück.
An viele Familienfeste kann ich mich erinnern, bei denen meine Oma alles übertraf, was man an Tiroler Kochkunst kannte.
Nachdem mein Opa starb war ich sehr oft bei meiner Oma im Garten und stand unter dem Apfelbaum. Kein singen aus der Küche, kein plätschern in meinen Ohren, aber ein angenehm süßlicher Duft liegt in meiner Nase. Ich schließe meine Augen und habe das Gefühl von damals. Wir als Enkelkinder gaben ihr einen Grund weiterzumachen.

Damit ich diese Erinnerung, diesen Geruch nie vergesse, hat mir meine Oma ein mit Hand geschriebenes Rezeptbuch geschenkt. In jeder Silbe steckt unendlich viel Liebe. Liebe die ein Enkelkind immer im Herzen tragen wird. Erinnerungen die mir kein Internet, keine Zeitschrift oder ein Fernsehsender wieder bringen kann.

Die letzte Postkarte von meinem Opa, zwei Monate bevor er starb.

 

Oma und Opa verbrachten noch eine Zeit am Meer. Auf dieser Postkarte ist seine letzte Unterschrift, sein letzter Gruß an mich. Ein letztes „Bussi dein Opa“. Diesen habe ich mir auf eine Kette gravieren lassen.

Eine personlaisierte Kette. Ein Schmuckstück mit Gravur. Geschenkidee.

Die Kette mit dem letzten Gruß von meinem Opa.

Ein letzer Gruß von Opa. Oma und Opa leben in den Enkelkindern weiter.

Die Postkarte von meinem Opa.

Meine Tochter hat bereits eine tolle Bindung zu ihrer Oma und zu ihrem Opa auf. Das Schöne für mich als Mutter ist, dass ich sorglos wohin gehen kann und weiß meine Tochter ist in guten Händen, genauso wie ich es damals war.

NACHTRAG

Die Firma, welche die Kette gemacht hat, findet ihr in diesem Blogbeitrag beschrieben, da ich hier in diesem Beitrag keine Werbung möchte.
Eure Hannah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.