#Impfcheck2021 - sag auch du "Ja zum Schutz"!

Aufklärungskampagne zu Meningokokken-Erkrankungen:

Heute geht es mir nicht darum euch zu bekehren, sondern ich will aufklären. Wir hatten ja das Thema Impfen schon mal. Das wurde eine recht hitzige Diskussion. Bleiben wir in diesem Blogbeitrag beim eigentlichen Thema und zwar, dass man durch Impfungen „Ja“ zum Schutz sagt! Heute will ich sensibilisieren und euch die Krankheit näher bringen. Leider wissen die meisten viel zu wenig über diese schwere Infektionskrankheit. Die Folgeschäden, die nach dieser Erkrankung bleiben können, sind enorm. Das Bewusstsein muss aktiv geschaffen werden.

Was ist eine Meningokokken-Meningitis:

Eine Meningokokken-Meningitis ist eine Form der Hirnhautentzündung, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Diese Erkrankung ist sehr infektiös und kann innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen. Es handelt sich um eine Entzündung der Hirnhäute und/oder Rückenmarkshaut die lebensbedrohlich sein kann. Meningokokken können zudem eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen, was das Krankheitsbild noch erheblich erschweren kann. 

Zu den Hauptrisikogruppen zählen leider vor allem Babys und Kleinkinder, daher ist eine möglichst frühe Impfung empfohlen und sehr wichtig. Aber auch Jugendliche haben aufgrund ihres Sozialverhaltens ein erhöhtes Risiko eine Meningokokken-Erkrankung zu erleiden.

Symptome:

  • Zu Beginn meist grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Unruhe und hohes Fieber, später können u.a. Lichtempfindlichkeit oder Nackensteifigkeit hinzu kommen.
  • Umso jünger das Kind, desto untypischer ist die Symtomatik. Oft kann es sogar zu Untertemperatur bei Säuglingen kommen, weil sie die Temperatur nicht regulieren können.

Folgeerscheinungen:

Bis zu 20% der Überlebenden leiden an dauerhaften Folgeschäden wie:

  • Hörverlust
  • Amputationen
  • großflächigen Vernarbungen
  • Hirnschäden und/oder
  • Entwicklungsstörungen

 

Damit ihr die Krankheit besser kennen lernt und eine Vorstellung bekommt, wie schlimm die Folgen sein können, will ich euch die Geschichten von Maria und Peter erzählen. Die Namen wurden aus Diskretionsgründen geändert.

 

Maria und ihr Sohn Niko!

Marias Sohn war 3 Monate alt und hatte große Schmerzen verbunden mit Fieber. Sie waren damals zwei Mal beim Arzt. Ich will kurz hinzufügen, dass diese Krankheit innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen kann. Bis zu 1 von 10 Erkrankten stirbt. Maria und ihr Sohn wurden mit fiebersenkenden Medikamenten wieder nach Hause geschickt. Wenig später wurde die Erkrankung zum Glück im Spital festgestellt. Niko wurde noch in der selben Nacht auf die Intensivstation verlegt. Er wurde 14 Tage in den künstlichen Tiefschlaf gelegt.

Die Folgeschäden!

Unmittelbar danach litt Niko unter Epilepsie und musste öfters mit dem Notarzt ins Spital gebracht werden. Viele Medikamente mussten verabreicht werden in Form von Infusionen und Spritzen. Maria beschrieb ihre Wohnung wie ein Krankenhaus. Als Eltern mussten sie lernen, Niko die Medikamente zu verabreichen. Epileptische Phasen gab es, bis er 5 bis 6 Jahre alt war. Die Angst und Sorge war groß, weil man nicht immer gleich wusste, ob es ein Anfall ist oder nicht. Das Familienleben hat sich enorm verändert. Keiner konnte ihnen helfen. Jetzt ist Niko 13 Jahre alt. Die Epilepsie hat sich zum Glück ausgewachsen. Allerdings leidet Niko immer noch an den Folgen dieser Erkrankung, da der Frontallappen im Gehirn geschädigt wurde. Sprachliche Defizite sind u.a. geblieben.

 

Ein paar Stunden reichen und man kann den Verlauf der Krankheit nicht mehr beeinflussen, weil Bakterien ein Gift ausschütten und das Antibiotikum dagegen nicht wirkt.

 

Mit 24 Jahren erkrankte Peter an einer Meningokokken-Sepsis.

Er war in Spanien auf Urlaub. Eines Abends bekam er hohes Fieber. Unter den Armen bildeten sich rote und blaue Flecken. Der Hotelarzt hatte sofort Meningokokken diagnostiziert. 14 Tage lang lag Peter in Spanien im Krankenhaus, erst dann war er stabil genug, um nach Hause geflogen zu werden. Im Wiener Krankenhaus mussten ihm Füße und einige Finger abgenommen werden. Er war noch weitere 4 Monate auf der Intensivstation. Sein Leben hat sich nach der Meningokokken-Infektion grundlegend verändert.

 

Nicht nur Meningokokken, sondern auch andere Erreger, die Krankheiten auslösen, kann man mit einer Impfung bekämpfen. Denkt daher frühzeitig daran euch beim Kinderarzt zu informieren, um eure Kinder zu schützen!

Ich hoffe, ich konnte euch heute gut aufklären und ihr sagt – so wie ich:

„JA zum Schutz“!

Eure Hannah

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit GSK Österreich

Mehr Informationen findet ihr auch unter: www.meningokokken-erkrankung.at/ oder auf instagram.com/meningokokkenjazumschutz/ und facebook.com/MeningokokkenJaZumSchutz

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